Mutter und Sohn fahren zusammen Fahrrad.

Gemeinsame Abstinenz

Als Luca zu den Fleckenbühlern gegangen und abstinent geworden ist, habe ich gesagt, dass ich mitmache.

Ich habe mich bewusst für diesen Schritt in eine gemeinsame Abstinenz entschieden.
Ich habe mit etwas aufgehört, was ich für mein Belohnungssystem benutzt habe.

Ein ehrlicher Blick

Das war für mich ein guter Weg: zusammen mit meinem Kind aufzuhören.
Auf etwas zu verzichten, das sich wie eine Belohnung anfühlt.

Die Idee ist bestimmt nicht für jeden etwas.
Und vielleicht auch ein bisschen polarisierend.

Denn eigentlich setzt sie voraus, dass man sich selbst fragt:
Will ich in meinem Leben etwas ändern?

Und vielleicht auch merkt:
Ups – das ist aber ganz schön schwer.

Das können ganz unterschiedliche Dinge sein:

– Chips abends vor dem Fernseher
– Schokolade
– Zigaretten
– oder das Versprechen, dreimal in der Woche Sport zu machen

Bei mir war es der Verzicht auf Alkohol. Für immer!

Ein Versprechen geben

Ich fand es viel ehrlicher, Luca zu sagen, dass er abstinent werden sollte – und ihm gleichzeitig zu versprechen, dass ich das auch werde.

Ich habe zu ihm gesagt:
Du hörst auf – und ich höre auch auf.
Und zusammen versuchen wir uns zu ändern.

Das kann ja vielleicht manchmal ein Türöffner sein.

Dabei habe ich gemerkt, wie schwer es ist, so ein Versprechen zu geben und auch durchzuhalten.

Aber gerade das hat mir sehr gutgetan, besonders im Hinblick auf das Verständnis für Luca und seine Situation.

Im Austausch sein

Inzwischen haben wir nun schon seit 2,5 Jahren ein Thema und einen Anlass, über das Durchhalten zu sprechen.

Und ein großes Pfund dabei ist, dass Luca ganz viel im Austausch mit uns ist.

So entstehen immer wieder Gespräche und Gedanken, die wir miteinander teilen.
Das ist schön.

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