Wir schauen uns in diesem Beitrag an, was Schreiben bewirken kann. Viele Eltern, vor allem Mütter haben das Schreiben für sich als Ventil entdeckt, um ihre Gefühle zu sortieren und sich zu entlasten. Welche vielseitigen positiven Effekte das Schreiben sonst noch hat, haben wir in diesem Beitrag für Euch zusammengestellt.
Schreiben sortiert das Chaos im Kopf.
Wenn die Gedanken unaufhörlich kreisen – über Schuld, Angst, Hoffnung und Enttäuschung – kann Schreiben helfen, einen Schritt zurückzutreten.
Es nimmt den Druck, schafft die Möglichkeit, das Geschehen mit etwas Abstand zu betrachten, und kann Momente innerer Ruhe schenken.
Schreiben macht sichtbar was oft übersehen wird.
Oft richten wir unseren Blick automatisch auf das, was fehlt oder schwierig ist – das Positive gerät dabei in den Hintergrund. Doch bewusst wahrzunehmen, wofür wir dankbar sein können, kann helfen, das Leben anders zu sehen.
Schreiben kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein: Ein Tagebuch oder ein Dankbarkeitsbuch hilft, kleine Lichtblicke und Fortschritte festzuhalten – und zu spüren, dass trotz aller Herausforderungen auch Gutes da ist.
Schreiben schenkt neue Perspektiven.
Schreiben hilft uns, die Dinge neu zu durchdenken – und dabei können neue Blickwinkel entstehen. Wir erkennen Muster, verstehen uns selbst und unser Kind besser.
Die Beschäftigung mit unserer eigenen Geschichte kann uns helfen, sanfter mit uns selbst zu sein – eine Fähigkeit, die wir gerade in schwierigen Zeiten dringend brauchen.
Schreiben bewahrt, was wichtig ist.
Manchmal haben wir in einem Moment eine Erkenntnis oder spüren etwas besonders klar.
Schreiben setzt Gedächtnisanker, die uns helfen, später darauf zurückzukommen, uns zu erinnern und uns vielleicht sogar selbst Mut zuzusprechen.
Schreiben hilft, wenn Worte fehlen.
Manchmal ist es schwer, das auszusprechen, was uns wirklich bewegt – sei es gegenüber unserem Kind, uns selbst oder anderen. Ein Brief kann helfen, das zu formulieren, was im direkten Gespräch zu schmerzhaft oder zu schwer greifbar ist. Ob an unser Kind, unser jüngeres Ich oder einfach an das Leben – Schreiben gibt dem Unsagbaren eine Stimme.
Schreiben ist ein bereichernder und kreativer Prozess.
Manchmal finden wir Worte, die genau das ausdrücken, was wir fühlen – und das kann befreiend sein. So wie uns ein Buch tief berühren kann, weil es Dinge in Worte fasst, die wir selbst kaum greifen können, kann auch das eigene Schreiben mehr sein als nur eine Erleichterung – es kann zu etwas Schönem und Bereicherndem werden.
Schreiben verbindet.
Ob in einem Forum oder in einer Selbsthilfegruppe – wer seine Geschichte teilt, hilft nicht nur sich selbst, sondern auch anderen.
Es zeigt: Du bist nicht allein. Manchmal ist es nicht das geschriebene Wort selbst, sondern das Gefühl dahinter, das andere berührt. Zu spüren, dass jemand genau versteht, was man durchmacht, schafft Nähe und echte Verbundenheit.
Schreiben kann ein Anfang sein.
Ein Anfang, um mit sich selbst milder zu werden. Ein Anfang, um festzuhalten, dass man nicht nur kämpft, sondern auch lebt.
📌Es geht nicht darum, schöne Worte zu finden – sondern darum, dir selbst Raum zu geben.
📝Hast du schon einmal ein Tagebuch oder ein Dankbarkeitsbuch geführt? Oder einen Brief an dich selbst geschrieben? Vielleicht ist heute der richtige Tag, es auszuprobieren. 🧡
Hier findest du noch andere Strategien, die dir helfen können, mit deiner Situation besser umzugehen.